Vergleichen – Erniedrigen

VergleichenVergleichen und erniedrigen gehören zusammen.

Ich habe mal gehört: Wer beginnt sich zu vergleichen, beginnt sich selbst zu erniedrigen.

Und ich kann heute aus Erfahrung sagen: Ja, dat ist richtig.
Denn ich kann mich nicht vergleichen ohne mich selbst auch gleichzeitig zu erniedrigen.

Wenn Du Dich umschaust, stellst Du fest, jeder braucht etwas anderes als das, was er bereits hat. Wir brauchen ständig noch mehr, und noch mehr und noch mehr….. und sind nie wirklich zufrieden geschweige denn glücklich.

Dabei wissen wir heute, wir bekommen nur das, was wir selbst gegeben haben.
Wir wissen Geben und Empfangen sind ein und dasselbe.

Hast Du nicht auch schon gehört, Du bekommst was Du gibst?

Und verstehst Du auch was damit gemeint ist? Ich habe es ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden.
Ich dachte immer, was wollen die denn noch? Ich gebe doch schon alles was ich kann. Ich fühle mich bereits ausgelaugt, kaputt, so müde. Ich kann nicht noch mehr geben.

Und wenn Du andere fragst was verstehst Du unter dem Satz: Du bekommst was du gibst? Dann bekommst du viele verschiedene Antworten.

Du bekommst was du gibst heißt inzwischen für mich, freudig zu geben, was ich zu geben habe. Es geht dabei nicht um materielle Dinge (die ich natürlich auch geben kann), sondern um meine Erkenntnisse, meine innere Weisheit, die Liebe an die ich mich erinnere und auf meinem Weg täglich übe.

Was glaubst Du, was passiert wenn Du freudig gibst? Was wirst Du dann wohl empfangen?
Da wir uns aber ständig wie Bettler benehmen, bekommen wir auch nur das, was zum Überleben nötig ist und vor allem, wir bekommen ständig alte Muster in neuer Verpackung gezeigt, die uns die Möglichkeit bieten uns mit dem alten Denken und Glauben auseinander zu setzen. Du glaubst sicher das betrifft Dich nicht, oder?
Ich kann Dir versichern, die meisten von uns benehmen sich wie Bettler. Und da spreche ich auch aus eigener Erfahrung. Nicht sehr schmeichelhaft, aber wahr. ☹

Ich habe Jahrzehnte gebettelt. Um die Liebe meiner Eltern, Geschwister, Lehrer(in), Partner, Freund(in). Und wenn ich Kinder gehabt hätte, hätte ich wohl auch um deren Liebe gebettelt.
Nicht das ich mir dessen bewusst gewesen wäre. Nein, das war ich wirklich nicht.

Nein, ich war einwandfrei ein Opfer der Umstände, ungerecht in diese Welt gesetzt und nun sollte ich ohne wirkliche Hilfe hier klarkommen. Ich fühlte mich abgewiesen, unverstanden, benutzt, blockiert, machtlos. Und trotzdem ich sehr viel fühle, war ich nicht in der Lage diese Gefühle richtig zu deuten.

Es war mir schleierhaft mich selbst richtig zu fühlen.

Ich konnte super schnell andere fühlen, wusste wann ich in Deckung gehen musste, wann andere traurig waren, wann dicke Luft war. Ja, das konnte ich schon Kilometer entfernt wahrnehmen.

Aber mich selbst? Mir war klar, ich brauchte andere, die mir ein gutes Gefühl geben konnten. Aber wo hernehmen? Stets war etwas nicht gut genug an mir. Ich passte nicht wirklich irgendwo rein. Also dann möglichst viele Dinge anhäufen und dann, ja dann müsste ich mich doch besser fühlen, oder?

Ich verstand mich überhaupt nicht. Ich fühle mich, trotz aller Dinge die ich versammelt hatte, nicht glücklich.
Mir war nicht klar, dass ich schon als Kind in eine Opferrolle geschlüpft war und mich beinahe mein ganzes Leben lang darin gesuhlt habe.
Es dauerte sehr lange bis ich bemerkte das ‘Dinge’ außerhalb von mir mich nicht glücklich machen konnten.

Aber das Leben bietet immer wieder Chancen nachzufragen, hinzusehen. Wir fragen dann: Warum geschieht gerade mir das? Aber wir wollen die Antwort nicht hören. Also machen wir „fröhlich“ weiter wie bisher.
Und dann kann es passieren, dass eines Tages etwas passiert, das Dich zwingt die Antwort wahrzunehmen, genauer hinzusehen. Und wenn Du bereit bist hinzusehen, dann verändert das alles.

Du beginnst an einer Suche zu Deinem wahren Selbst. Der Wirklichkeit. Das was hinter der ‚realen Welt‘ liegt die für uns zum Lebensmittelpunkt geworden ist.

Und dann wird es langsam zur Gewissheit: Ich war lange in einem Zyklus von vergleichen und mich selbst erniedrigen gefangen. Ich habe mich zum Bettler und Opfer gemacht. Ich lebe nicht mein wahres Selbst.
Und ich weiß, nur ich kann dies verändern und der bewusste Schöpfer meines Lebens sein. Es ist nicht mehr nur ein Satz den ich öfter höre, der aber ohne wirkliche Bedeutung an mir vorüberzieht. Nein, dieser Satz ist zur Gewissheit geworden.
Mir ist bewusst, diese Veränderung kann ich nicht allein bewerkstelligen, aber mit der Hilfe der Quelle (Gott, als alles umfassendes Licht in Ermangelung einer besseren Umschreibung), und dem Heiligen Geist.

Möchtest Du Dich austauschen auf Deinem Weg Dir Deiner Selbst bewusst zu werden?
Dann kannst hier Kontakt aufnehmen.

 

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